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Der Österreichische Tischtennis Verband hat es wieder einmal geschafft. Zum insgesamt sechsten Mal wurde eine Jugend-EM in Österreich ausgetragen. Die Bedingungen in der modernsten Mehrzweckhalle des Landes, dem Multiversum Schwechat und in der Werner Schlager Academy konnten besser nicht sein. Es war eine Europameisterschaft der Superlative und der Rekorde.
„Es war eine allseits gelungene Veranstaltung. Wir sind sehr glücklich darüber, dass alles so glatt abgelaufen ist und haben mit hohem Aufwand eine wertvolle, aussagekräftige Generalprobe für die EM 2013 abgeliefert. Wir gehen davon aus, dass sich das Multiversum Schwechat als Veranstaltungsort weiterempfohlen hat. Ich möchte vor allem jedem einzelnen Mitarbeiter danken. Durch den Einsatz jedes Einzelnen konnte diese organisatorische Herausforderung überhaupt erst bewältigt werden“, zieht Rudolf Sporrer, Generalsekretär des ÖTTV, zufrieden Bilanz.
Die Jugend-Europameisterschaft in Zahlen
Gemessen an den Zahlen stellt die Jugend-Europameisterschaft jene der Großen in den Schatten. 46 Nationen waren in Schwechat vertreten. Das bedeutet, dass beinahe alle ETTU-Mitgliedsstaaten in Schwechat dabei waren, als Teilnehmer oder Schiedsrichter.
538 SchülerInnen und Jugendliche kämpften in 14 Bewerben um den begehrten Titel „Jugend-Europameister“. Gut 400 Coaches, Physiotherapeuten und Masseure kümmerten sich um die Nachwuchstalente. Insgesamt waren für diese Veranstaltung mehr als 1.300 Personen akkreditiert.
Über 30 akkreditierte Journalisten aus Tschechien, Russland, Deutschland, Israel, Holland, Frankreich, Serbien und natürlich Österreich hielten auf tausenden Bildern und in etlichen Artikeln diese Jugend-EM fest. Um die Journalisten, Teams und Zuseher immer auf dem Laufenden zu halten, hat man 70.000 Blatt Papier verbraucht.
90 Schiedsrichter waren bei 1.752 Spielen im Einsatz. Davon 528 im Team- und 1224 in den Individual-Bewerben (dazu zählen Einzel, Doppel und Mixed-Doppel). Gespielt wurde in den zehn Tagen zeitgleich auf 26 Tischen. 1.200 Bälle wurden während dem Turnier verbraucht.
Laola1.tv zeigte alle Spiele auf den Tischen 1 und 2 live. Mehr als 100 Stunden im live-Stream. Auf ORF Sport+ waren ebenfalls zwei Stunden Berichterstattung über die Jugend-EM zu sehen. Der Live-Ticker zählte über 70 Millionen Klicks über den gesamten Zeitraum der Veranstaltung. Die offizielle Homepage der Jugend-EM, www.2012eyc.at, zählte mehr als 10.000 Besucher pro Tag.
Damit diese Jugend-Europameisterschaft überhaupt starten konnte, mussten 3.420 Quadratmeter Spezialboden verlegt werden. Pro Mahlzeit tummelten sich mehr als 700 Personen am Catering-Buffet. 1.400 Liter Wasser pro Tag verbrauchten die Sportler. Um die Sportler, Betreuer und Offiziellen rechtzeitig in die Halle zu bringen und wieder zurück in die Hotels, legten die Busse über 35.000 Kilometer zurück.
Ein voller Erfolg war die Jugend-EM aber vor allem aus Sicht des Zuschauerinteresses vor Ort. 14.000 Besucher kamen ins Multiversum Schwechat, um die Spiele zu sehen. Die Final-Spiele im Team-Bewerb sahen Dienstagabend über 1.600 begeisterte Fans.
Nicht zu vergessen der wirtschaftliche Wert des Events für die Stadt Schwechat und das Land Niederösterreich. Wie ein Institut berechnete, betrug die Wertschöpfung allein für die Stadt Schwechat 1,5 Millionen Euro.
Bei so vielen Aktiven und Zusehern geht natürlich auch immer wieder etwas verloren. Im Fundbüro tauchten täglich durchschnittlich 14 Handtücher, 5 Paar Schuhe, einige Shorts und Hosen auf. Abgesehen von den vielen Fundstücken gab es auch jede Menge zu feiern: Andreas Levenko feierte am 17. Juli seinen 14. Geburtstag und Rudolf Sporrer ließ man am 21. Juli zu seinem 60. Geburtstag hochleben.
Die 55. Ströck Jugend-Europameisterschaft hat durch die Anzahl der teilnehmenden Nationen, die Anzahl an Aktiven (Sportler und Betreuer zusammen), die beeindruckenden Zahlen an Live-Stream und Klicks beim Live-Ticker, nicht nur Geschichte geschrieben, sondern neue Maßstäbe gesetzt und Rekorde gebrochen.
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