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Über 3 ½ Stunden kämpften die Damen der SVS Ströck gegen TTC Berlin eastside. 3:2 siegten die SVS-Damen vor heimischer Kulisse. Am Ende durften sich aber doch die Berlinerinnen dank des besseren Satzverhältnisses im Multiversum Schwechat zum Champion küren lassen. Im entscheidenden fünften Spiel zeigte Li Qiangbing in einem Nervenkrimi immer wieder ihre Stärken. Ihre Gegnerin Irene Ivancan hielt dem Druck stand und holte den letztlich entscheidenden Satz.
Montag-Abend (21. Mai) eröffnete Fan Ying mit ihrem 3:0-Sieg gegen Irene Ivancan das Champions League Final-Rückspiel. Die SVS-Trainer Liu Yan Jun und Mathias Habesohn überraschten die Gäste aus Berlin bei der Aufstellung und setzten Li Qiangbing an die zweite Position und Daniela Dodean an die dritte. Nach dem Auftaktsieg von Fan Ying musste sich Li Qiangbing Georgina Pota 1:3 geschlagen geben.
Daniela Dodean mit Tränen in den Augen
Danach traten Daniela Dodean und Petra Lovas an die Platte. Dodean ging als Favoritin in das Spiel, zeigte aber Nerven. Völlig überraschend unterlag sie deutlich 0:3. Den restlichen Abend standen der Rumänin die Tränen in den Augen. Mit einem Sieg hätte sie eine kleine Vorentscheidung treffen können.
Fan Ying gibt ersten Satz im Finale ab
Die wohl beste Verteidigungsspielerin der Welt machte es nach der Niederlage von Daniela Dodean zusätzlich spannend. Im Finale hatte sie bislang all ihre Partien zu Null gewonnen. Gegen Georgina Pota gab sie die ersten Sätze ab, geriet sogar 1:2 in Rückstand. Die Chinesin blieb in dieser Situation ruhig und holte sich die beiden entscheidenden letzten Sätze zum Sieg. Damit stand es 2:2 zwischen SVS Ströck und TTC Berlin eastside.
Li Qiangbing unter Druck
Jetzt musste es die 27-Jährige gegen Irene Ivancan richten. Lediglich ein 3:0 oder 3:1 hätte die SVS Ströck zum Champions League-Sieger gemacht. Bei ihrem 3:2-Erfolg entschied am Ende das bessere Satzverhältnis zugunsten von Berlin. Trotz dieser schwierigen Aufgabe bewies „Bing“, wie sie liebevoll genannt wird, eiserne Nerven. Im dritten Satz, beim Stand von 1:1 nach Sätzen, musste sie die ersten entscheidenden Satzbälle von Ivancan abwehren, konnte das Spiel aber nochmals drehen.
Im vierten Satz fiel dann jedoch die Entscheidung. Wieder lieferten sich die beiden ein Match auf allerhöchstem Niveau. Li Qiangbing wehrte abermals mehrere Satzbälle ab, hatte dann aber beim Stand von 11:12 das Nachsehen. Berlin war Champions League-Sieger. Der fünfte und letzte Satz war damit bedeutungslos.
Zweitbestes Team Europas
Stolz darf man trotzdem allemal sein. Neben dem zweiten Platz im ersten Antreten in der Tischtennis Champions League, zeigten die Damen absolutes Weltklasse-Tischtennis. Angefeuert von den vielen Fans schrieb man mit dem Einzug ins Finale bereits Geschichte. Die Sportvereinigung Schwechat ist der erste Verein im Tischtennis der sowohl bei den Damen als auch bei den Herren das Finale erreichen konnte. Im kommenden Jahr nimmt die SVS Ströck abermals Angriff auf den Champions League Titel.
Stimmen nach dem Finale
Li Qiangbing: „Wir haben heute alles gegeben. Schade, aber wir sind noch jung, haben noch nicht so viel Erfahrung. Jetzt können wir Erfahrung sammeln. Das letzte Spiel war sehr schwer für mich mit dem Druck.“
Mathias Habesohn: „Die Enttäuschung ist natürlich groß, aber man muss ehrlich sagen, Berlin ist ein verdienter Champions League-Sieger. Jetzt heißt es im kommenden Jahr wieder Gas geben. Ab Morgen werden wir uns wieder auf die nächsten Spiele konzentrieren.“
Martin Sörös: „Mit der Schmach in Europa die Nummer Zwei zu sein, damit kann man leben. Die SVS Ströck ist ein langfristig angelegtes Projekt. Innerhalb der nächsten drei Jahre gewinnen wir die Champions League.“
SVS Ströck vs. TTC Berlin eastside 3:2, 21. Mai, Multiversum Schwechat
Die Ergebnisse im Überblick
Fan Ying vs. Irene Ivancan 3:0 (11:2, 11:2, 11:8)
Li Qiangbing vs. Georgina Pota 1:3 (13:11, 6:11, 8:11, 13:15)
Daniela Dodean vs. Petra Lovas 0:3 (3:11, 6:11, 10:12)
Fan Ying vs. Georgina Pota 3:2 (11:8, 11:13, 11:13, 11:9, 11:4)
Li Qiangbing vs. Irene Ivancan 3:2 (10:12, 11:7, 13:11, 11:13, 11:8)


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